Silbersuite

Leben mit Silber

Schmetterling Bluete

Sommerfugl 2

Schmetterlinge in der Luft und auf dem Tisch

Das Wetter kann sich nicht entscheiden – Winter oder Frühling. Gestern 19 Grad, ich trinke den ersten Radler im Biergarten, heute 4 Grad und eisiger Wind, die Winterjacke wird wieder hervorgeholt. Die Natur lässt sich davon nicht beeindrucken, sie weiß es besser und zeigt es auch: Der Frühling ist da! Die weiße Blütenpracht von Felsenbirne, Spiere und Weißdorn konkurriert mit dem leuchtenden Gelb von Forsythien und Osterglocken, begleitet vom dem eleganten Rosa der Magnolien und japanischen Kirsche. Mein „Rasen“ ist übersäht mit Gäseblümchen und Veilchen, die Vögel bauen fleißig ihre Nester und die ersten Hummeln und Bienen besuchen meinen Innenhof. Genauso wie die hübschen Zitronenfalter, der Schmetterling, der bereits im März um die Frühjahrsblüher "tanzt". Wer glaubt, Schmetterlinge seien nur im Sommer anzutreffen, irrt. Einige Schmetterlinge und der Sommerfugl detail1Zitronenfalter, sowie der Tagpfauenauge sind nur zwei davon, überwintern sogar als Falter und nehmen an den ersten warmen Tagen ein ersehntes Sonnenbad. Die meisten Tagfalten überwintern als Raupe, kommen aber ab April vermehrt zum Vorschein, zum Beispiel der Grüne Zipfelfalter. Auch an anderer Stelle treffen wir auf Schmetterlinge, so gestand mir jüngst meine 17jährige Patentochter- sie sei so glücklich und habe 100 Schmetterlinge im Bauch – wie wundervoll! Wir können uns diese filigranen Schönheiten auch ins Haus holen, genauer gesagt auf den Tisch und damit ein Stück Frühling gleich dazu. Einige mögen sich an das Schmetterlingsbesteck, das dänische „Sommerfugl“ erinnern. Ein paar Teile konnte ich schon im letzten Jahr in meinem Magazinartikel „Osterbrunch mit Silber und Tante Sophie“ vorstellen. Es kam aus der gleichen Quelle wie jetzt die „neuen“ Teile. Viele berühmte und begehrte Bestecke, vornehmlich aus der Jugendstil- und Art Déco Zeit, in denen die Entwürfe oft von bekannten Designern und Künstlern stammten, werden gesammelt, Stück für Stück hinzugekauft, auf Auktionen ersteigert oder als Geschenke erhalten. So wächst es über die Jahre und wird durch interessante Vorlegeteile zu einem „großen Besteck“ erweitert. Selten, dass man alle Teile, die zu einem dieser Bestecke gehören, sein eigen nennen kann. So bleibt die Freude, immer mal wieder ein besonderes Stück zur Ergänzung zu finden. Bei der Dame, die dieses Besteck geerbt und dann über Jahrzehnte weitergesammelt hat, gab es mittlerweile einen riesigen Schrank mit Besteck für 40 Personen und zig Vorlegeteilen in mehrfacher Ausführung. Konnte und wollte sich die Dame letztes Jahr noch nicht von den besonderen Vorlegeteilen trennen, gab sie mir dieses Jahr ihr ok. Die Kinder sind außer Haus (und haben jeweils einen Bestecksatz mitgenommen), die Einladungen werden seltener, die Gästezahl überschaubar. Zeit sich von zu viel, Zwei – und Dreifachem zu verabschieden. So bin ich froh und auch ein wenig stolz, Ihnen neben einem 18teiligen Menübesteck für 6 Personen, vor allem seltene Vorlegteile von einem der berühmtesten Jugendstilbestecke überhaupt, präsentieren zu können – als schönes Einzelteil oder Ergänzung zum Vorhandenen. Da die Besteckteile über viele Jahre, von unterschiedlichen Quellen zusammengetragen wurden, sind sie – verständlicherweise – auch aus verschiedenen Zeiten und übrigens auch teils von verschiedenen Firmen. Der Entwurf stammt circa aus dem Jahr 1905 und wurde zuerst von der Firma Frigast aus KopenhagenSommerfugl Menuebesteck detail2a gefertigt. Später griffen auch andere Silbermanufakturen dieses Muster auf. Die hier gezeigten Teile stammen aus den Jahren 1915 bis 1952. Rein äußerlich – feines Hammerschlagdekor mit einem naturalistisch ausgearbeiteten Schmetterling am Griffende – sind die unterschiedlichen „Jahrgänge“ nicht zu unterscheiden. Aus welcher Zeit sie stammen, verrät allein der dänische Staatsstempel, die drei Türme, in dem die Jahreszahl der Herstellung integriert ist. 
Übrigens: In meiner nächsten Veröffentlichung stelle ich Silber aus Dänemark vor. Im Magazin Wissenswertes über Marken, Meister und Firmen, in „neu eingestellt“, Objekte aus dem 18., 19., und 20. Jahrhundert.

Wunderbar passend zum Schmetterlingsbesteck habe ich ein „Frühlingsgeschirr“ mit Blumen und bunten Schmetterlingen gefunden. Das Besondere an den schönen Keramiktellern ist zudem der Rand, der dem Geschirr seinen Namen gab: „Bamboo“. Es stammt von der englischen Firma Mintons in Staffordshire, die führende Keramikfabrik in der viktorianischen Zeit. Gegründet 1793 war sie bis 1968 in Familienbesitz. Der Entwurf zu „Bamboo“ stammt von Christian Dresser 1875, die Teller, eine große Platte und 6 Essteller, wurden 1878 gefertigt, was uns die Marken auf der Rückseite verraten. Vielleicht wundern Sie sich, dass ich zum wiederholten Male neben  Silber auch Geschirr im Warenangebot habe. Nun, ich finde gerade edles Besteck und ausgefallenes Geschirr gehören zusammen. Für viele meiner Magazinartikel, bei denen es um Tafelsilber geht, suche ich ganz bewusst das ideale Geschirr dazu aus. Mal ist es aus meinem eigenen Haushalt, einiges von befreundeten Porzellansammlern geliehen. Vieles aber kaufe ich nur extra für dieses eine Magazinbild. Das kann Geschirr (und auch Tischwäsche) aus der heutigen Zeit sein, aber auch antike Stücke und Vintage-Objekte. Da hat sich Einiges angesammelt. Schon lange finde ich, all das ist zu schade und kostbar, dass es ungesehen in den Schränken verstaubt. Ich überlege sogar, ob ich nicht der Silbersuite eine weitere Rubrik hinzufüge: „Schönes ohne Silber“. Was halten Sie davon?

Nicht versäumen möchte ich, darauf hinzuweisen, dass jetzt wieder die Spargelsaison beginnt. Die richtige Zeit also für dekorative Sparzangen, edele Heber oder -neu im Warenangebot - einen seltenen, französischen Spargelgreifer.Sparagelbesteck

 

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